Im Schloamm seun i(s)ch gern....härlli(s)ch babbi(s)ch

(Im Schlamm bin ich gern....herrlich schmierig)

 

Sabinchen im Schlamm

"Sabin(s)che, du siehst aas wie äh babbi(s)ch Guuzje", daht die Muddä ensetzt keife, "zick deu Strimp aas. Des rie(s)cht joa fer(s)chdäli(s)ch, deu stinki(s)ch Socke."

"Des seun doch net schlimm", äwirrerte des lieb Mäd(s)che, "däm Babba seu Socke stinke noch mä, meune halt nur ebbes streng."

Waal es awä ähn addi(s)ch Kinn woar, daht es, woas die Mama väloangte.

Sabin(s)che zog Schu un Strimp aas.

"Deu Fieß un Boa seun dreggi(s)ch, als häddsde di(s)ch wie äh Wutz im Schloamm gewälzt", bemerkte die Mama.

"Des stimmt net", väneunte des Kinn, "des seun koa Dreck, nur drocke Erd.

I(s)ch woar heit mor(s)chens mit meunä Freindin, i(s)ch moan Marie(s)che, uffäm Ackä. Dordd hämmä Schu un Strimp aasgezohe un seun doann iwern Äckä gelaafe. Fast bis zim Knie dahte mä in de nass Erd väsinke. Es woar wunnäschee!      Alleweil seun die Erd oan meu Boa wirrä drocke.

 

Übersetzung: "Sabinchen, du siehst aus wie ein schmieriges Bonbon", keifte entsetzt die Mutter, "zieh deine Strümpfe aus. Das riecht ja fürchterlich, deine stinkigen Socken."

"Das ist doch nicht schlimm", erwiderte das liebe Mädchen, "dem Papa seine Socken stinken noch schlimmer, meine halt nur etwas streng."

Weil es aber ein artiges Kind war, machte es, was die Mama verlangte.

Sabinchen zog Schuhe und Srtümpfe aus.

"Deine Füße und Beine sind verdreckt, als hättest du dich wie ein Schwein im Schlamm gewätzt", bemerkte die Mama.

"Das stimmt nicht", verneinte das Kind, "das ist kein Dreck, nur trockene Erde.

Ich war heute morgen mit meiner Freundin, ich meine Mariechen, auf dem Acker. Dort hatten wir Schuhe und Strümpfe ausgezogen und sind dann über den Acker gelaufen. Fast bis zum Knie versanken wir in die nasse Erde.  Es war wunderschön!    Inzwischen ist die Erde an meinen Beinen wieder trocken.